Pädagogik

Grundlage unserer Erziehung und Bildung ist die anthroposophische Menschenkunde Rudolf Steiners. Für eine gesunde Entwicklung im Alter von 0-7 Jahren brauchen Kinder insbesondere:

Rhythmus und Wiederholung

Unser Tagesablauf ist bewusst rhythmisch gegliedert. So erfahren die Kinder eine gesunde Balance von Zeiten des Erlebens und Aufnehmens einerseits und Zeiten des Umsetzens und Gestaltens andererseits. In differenzierter Form wiederholt sich diese Ordnung täglich. Überlagert wird sie vom Wochen-, Monats- und Jahresrhythmus. Das gibt den Kindern Vertrauen und Sicherheit.

Vorbild und Nachahmung

Die Erzieher pflegen einen gesunden Lebensraum für die Kinder. Außerdem regen sie Kinder als Vorbild zu den täglichen Arbeiten und künstlerischen Aktivitäten an. Sind diese

  • durchschaubar
  • übersichtlich
  • handhabbar
  • gestaltbar und
  • sinnvoll

kann das Kind selbstständig, frei und schöpferisch durch seine von Natur aus vorhandenen Nachahmungskräfte lernen und Vertrauen in die Welt gewinnen.

Die künftigen Schulkinder erleben in unserem Waldorfkindergarten eine besondere Förderung in ihrem letzten Kindergartenjahr. Als Schulkindergruppe erleben sie sich als die Großen, die nun besondere Fertigkeiten erüben dürfen, wie das Weben, Stricken, Nähen, Fingerhäkeln, Schnitzen, Sägen, Schleifen und vieles mehr.

HandarbeitsmaterialienSo entstehen im Laufe der Wochen schöne handgefertigte Schulkind-Arbeiten, die zum Abschluß der Kindergartenzeit stolz mit nach Hause genommen werden. Dies sind zum Beispiel eine selbst gewebte Tasche, ein Segelschiff, ein Puppenhaus oder ähnliches. Hierbei werden die Konzentration und die feinmotorischen Fertigkeiten der Kinder gezielt gefördert. Des weiteren erleben die Großen aus beiden Gruppen jede Woche einen Schulkindtag, an dem sie einen zwei-stündigen Ausflug mit zwei Erzieherinnen machen, bei dem unterwegs gepicknickt, die Natur und die Waldorfschule erkundet und die eigene Ausdauer erprobt wird. Zum Abschluss dieses Tages hören die künftigen Schulkinder dann ein Märchen und erüben dies mit der Eurythmistin, um es als kleine Aufführung den Eltern vorstellen zu können. Auch hier werden wieder Konzentration, Nachahmungs-kräfte und die Motorik gezielt gefördert.

Am Ende ihrer Zeit im Kindergarten machen alle Erzieherinnen mit den Schulkindern einen Ausflug. Nach einer Fahrt mit der S-Bahn wird tüchtig gewandert und lecker gepicknickt. Ein unvergesslicher Tag für alle.

In jeder Gruppe gibt es nach dem ersten freien Spiel ein gemeinsames Frühstück. Die Zutaten sind aus biologisch dynamischem Anbau. Wir trinken dazu belebtes Wasser (Grander Wasser) sowie Kräuter- oder Früchtetee.
Die Mahlzeiten werden selbst zubereitet und wiederholen sich im Wochenrhythmus. Schlüsselworte, die unsere pädagogischen Ziele während der Frühstückssituation umschreiben, sind:

  • Soziales Erleben
  • Vertrauen und Sicherheit
  • Rhythmus
  • Esskultur
  • Tischgespräch